Ortsbohrungen Gruppenausstellung
Kunst, AusstellungDO - SO: 16:00 - 19:00 Uhr Eintritt frei
Eröffnung: Freitag,15. Mai 2026, 19 Uhr
Beschreibung
Die Gruppenausstellung Ortsbohrungen widmet sich der künstlerischen Erforschung von Orten – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.
Ausgangspunkt ist die Bohrung als Metapher und Handlung: als Eindringen in Schichten von Raum, Geschichte, Erinnerung und Materialität. Die beteiligten Künstler:innen reflektieren in ihren Arbeiten die Möglichkeiten und Bedingungen, sich einem Ort zu nähern. Dabei werden sowohl invasive Gesten als auch sensible Annäherungen an die verborgenen Dimensionen eines Ortes befragt und thematisiert. Statt Orte zu besetzen oder Spuren zu hinterlassen, suchen die Arbeiten die Verbindung zu einer Umgebung. Sie horchen, tasten und reagieren auf räumliche, soziale und historische Gegebenheiten. So entstehen komplexe Auseinandersetzungen mit Landschaften, Architekturen und Erinnerungsräumen, die unter der sichtbaren Oberfläche verborgen liegen. Ausgehend von Ernst Kapps Organprojektionsthese – der Vorstellung, dass technische Werkzeuge Projektionen menschlicher Körperlichkeit sind – fragt die Ausstellung danach, was sich im Akt des Bohrens projiziert: Wissen, Kontrolle, Verletzung, aber auch Neugier und Empathie.
Kuratiert von Dr. Pia Wojtys
Künstler:innen: Arhun Aksakal, Schirin Kretschmann, Alexandra Leykauf, Lukas Marxt, Martin Schepers, Kathrin Sonntag