Überleben im Zelt | 36.67061°N, 43.34247°E
Kunst, Ausstellung, leiseAusstellungseröffnung 5.5. / 18:00
mit Alexander Fichtner und Emanuel Youkhana.
Mo-Do & Sa-So | 10.00 – 17.00 Uhr Fr | 10.00 – 15.00 Uhr
Bei Veranstaltungen des Fritz Bauer Forums bis 19.00 Uhr
Beschreibung
Am 3. August 2014 überfiel der „Islamische Staat“ (IS) die kurdische Region Shingal im Irak, in der vor allem Jezîd*innen leben. Etwa 10.000 jezîdische Männer und etwa 7.000 Frauen wurden entführt und über Jahre systematisch vergewaltigt und versklavt. 400.000 Jezîd*innen mussten ihre Heimat verlassen.
Alexander Fichtner dokumentiert die Lebenssituation der Menschen nach ihrer Flucht und gibt Einblick in ihr Leben. Im Rahmen einer Pressereise in das Flüchtlingscamp Sheikhan in der Provinz Nordkurdistan entstanden nüchterne und zugleich intime Aufnahmen. Auch zehn Jahre später leben viele noch immer in Zelten.
Alexander Fichtner, 1979 in Herten geboren und im Ruhrgebiet aufgewachsen, arbeitet als freier Fotograf, Journalist und Künstler. Recherchen führten ihn ins Baltikum, auf den Balkan und in den Kaukasus. Seine fotografischen Arbeiten bewegen sich zwischen journalistischer Präzision und künstlerischem Ausdruck, ohne dabei die Wirklichkeit zu verfälschen.
Archimandrit Emanuel Youkhana ist eine prägende Stimme der assyrischen Kirche und zugleich ein engagierter humanitärer Akteur, dessen Wirken weit über den kirchlichen Raum hinausreicht. Geboren 1959 in Dohuk im Nordirak und ursprünglich als Elektroingenieur ausgebildet, verband er früh geistliche Berufung mit gesellschaftlicher Verantwortung. Als Leiter des von ihm gegründeten Hilfswerks CAPNI widmet er sich insbesondere der Unterstützung christlicher Minderheiten und anderer gefährdeter Gemeinschaften in der Region.